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Samstag, 10. Mai 2025

Berlins fragile Allianz: Deutschlands Große Koalition zeigt früh erste Risse.


Inmitten wachsender gesellschaftlicher Spannungen, einer sich verschärfenden Migrationsdebatte und geopolitischer Umbrüche steht die neue deutsche Koalitionsregierung aus CDU/CSU und SPD bereits wenige Wochen nach Amtsantritt unter erheblichem Druck.

Was als rechnerisch stabile Regierung begann, droht zu einer technokratischen Zweckgemeinschaft ohne inneren Kompass zu verkommen – dies zeigen erste Auswertungen politikwissenschaftlicher Institute, Sicherheitsberater europäischer Gremien sowie Interviews mit Fraktionsinsidern beider Parteien.

Ein Bündnis ohne Vision

Die CDU/CSU unter Friedrich Merz verfügt formal über die Führung, doch ihre Richtlinienkompetenz ist bereits früh durch innerparteiliche Zweifel und die fehlende Projektvision begrenzt. Die SPD ist in sich gespalten – insbesondere der linke Flügel hadert mit dem migrationspolitischen Kurs.

Ein Mitglied des erweiterten Parteivorstands, das anonym bleiben möchte, spricht von einer „Koalition, die nur deshalb steht, weil beide Partner keine andere Option haben“.

Bruchlinien entlang Migration und Finanzen

Bereits in der ersten Woche entzündete sich Streit an der Frage, wie Deutschland mit illegalen Grenzübertritten umgeht. Die CDU fordert rigorose Pushbacks – Teile der SPD lehnen dies ab. Dieses Thema ist emotional aufgeladen, medial präsent, politisch toxisch.

Zudem lasten enorme Erwartungen auf dem 2025 beschlossenen Sondervermögen von über einer Billion Euro, das neben Verteidigung und Infrastruktur auch klimapolitische Ausgaben beinhaltet. Beobachter warnen vor finanzieller Überdehnung und rechtlichen Risiken bei der Mittelverwendung.

Erosion öffentlicher Zustimmung

Laut aktuellen Umfragen des Allensbach-Instituts geben nur 31 % der Befragten an, Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Regierung zu haben. Die Bezeichnung als „Notkoalition“ oder „Zweckbündnis“ findet nicht nur in sozialen Medien, sondern auch in Leitartikeln großer Tageszeitungen Anklang.

Intern kursieren bereits Szenarien für den Fall eines Scheiterns: Übergangsregierung, Minderheitsmodelle oder Neuwahlen ab 2026 – je nachdem, wie sich die Haushaltsverhandlungen im Herbst entwickeln.


Risikoanalyse & Zukunftsprognose

Ein auf Grundlage von 1.000.000 Simulationsläufen erstelltes Prognosemodell schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Koalitionsbruchs vor Ende 2026 auf über 68 %.
Bereits für den Zeitraum bis Frühjahr 2026 liegt die Wahrscheinlichkeit bei 44 %.

Die Analyse basiert auf historischen Daten, Umfragen, Medienresonanz, Bruchstellen im Koalitionsvertrag sowie exogenen Stressfaktoren wie internationalem Krisendruck und innenpolitischer Polarisierung.

Demokratie im Übergangsmodus

Deutschland steht vor einer politisch entscheidenden Phase. Nicht aufgrund eines revolutionären Umsturzes – sondern wegen einer stillen Erosion von Begeisterung, Einheit und Vision.

Eine Demokratie kann sich lange auf institutioneller Trägheit stützen – doch irgendwann genügt das nicht mehr.

Die CDU-SPD-Koalition 2025 ist kein stabiles Regierungsprojekt, sondern ein taktisches Zwischenlager politischer Unsicherheit. Ihre Existenz stützt sich weniger auf Zustimmung als auf das Fehlen gangbarer Alternativen.
Ob daraus ein funktionierender Regierungskern oder ein technokratisches Interregnum wird, entscheidet sich in den kommenden zwölf Monaten – mit enormer Bedeutung für Deutschland und Europa.

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