Tag für Tag im Rennen verbindet das ruhige Leben in Thailand mit klaren Analysen zu Politik, Medien und Gesellschaft. Zwischen Bambuswäldern und globalem Zeitgeschehen entstehen Artikel, die Tiefe statt Tempo bieten – faktenbasiert, unabhängig, scharf gedacht. Für alle, die täglich verstehen wollen, was wirklich zählt – mit Blick für das Große und das Wahre.
Sonntag, 16. August 2026
Die Aktie die ich jetzt nicht kaufe.
Samstag, 15. August 2026
📰 Ein ETF für Jahrzehnte – zehn Monate später
📰 Ein ETF für Jahrzehnte – zehn Monate später
Der Denker vom Mekong über Geduld, verpasste Chancen und die Kunst, einen guten Plan zu verbessern
Ban Phaeng am Mekong – 15. August 2026
Zehn Monate sind an der Börse kein Zeitalter. Aber sie reichen aus, um zu erkennen, ob eine Strategie tatsächlich funktioniert – oder nur auf dem Papier besonders klug aussieht.
Am 19. Oktober 2025 entstand das Projekt VGER 2032. Der "damalige Beitrag „Ein ETF für Jahrzehnte“" (https://nakhon-phanom.blogspot.com/2025/10/ein-etf-fur-jahrzehnte.html) beschrieb den Vanguard Germany All Cap UCITS ETF als langfristigen deutschen Aktienbaustein für den Ruhestand.
Kein hektischer Sparplan. Kein Kauf aus Angst, etwas zu verpassen. Stattdessen sollten klare Abstauberlimits dafür sorgen, dass erst dann gekauft wird, wenn andere Anleger nervös werden.
Der Plan war diszipliniert.
Doch zehn Monate später muss der Denker vom Mekong ehrlich feststellen:
Er war zu starr.
🧭 I. Fünf Teller – aber nur eine Stimme
Die Hüterin bleibt an seiner Seite. Sie gibt keine Kaufempfehlungen und berechnet keine Kursziele. Ihre Aufgabe ist eine andere: Sie wacht über Anstand, Moral und Ethik. Sie greift ein, sobald aus einer Möglichkeit ein Versprechen, aus Hoffnung angebliche Gewissheit oder aus einer guten Geschichte eine Täuschung wird.
Die Zahlen liegen auf dem Tisch.
Und plötzlich wird es still.
Denn seit dem 19. Oktober 2025 wurde keine einzige der vorgesehenen Kaufstufen erreicht.
Wir hätten bis heute keinen einzigen Anteil im Depot.
📊 II. Was tatsächlich geschah
Der ursprüngliche Referenzkurs betrug 34,00 €.
Die erste Kaufstufe lag bei 30,60 € – einem Rückgang von 10 %.
Doch der niedrigste Xetra-Kurs innerhalb der vergangenen zwölf Monate lag bei ungefähr 31,24 €. Der ETF fiel damit vom damaligen Referenzkurs nur um rund 8,1 %.
Unser erstes Limit wurde um lediglich 0,64 € verfehlt.
An der Börse ist „fast erreicht“ jedoch dasselbe wie „nicht erreicht“.
Ein Limit bei 30,60 € wird nicht ausgeführt, wenn der Kurs bei 31,24 € dreht. Die ursprüngliche Staffel hätte deshalb bis heute keinen einzigen Anteil gekauft.
Am 14. August 2026 notierte der ETF bei rund 36,49 €. Gegenüber dem damaligen Referenzkurs von 34,00 € entspricht das einem Kursanstieg von ungefähr 7,3 %.
Die aktuellen und historischen Notierungen können über die "Kursseite des Vanguard Germany All Cap bei Yahoo Finance" (https://finance.yahoo.com/quote/VGER.DE/) nachvollzogen werden.
Hinzu kamen seit Veröffentlichung des ursprünglichen Beitrags Ausschüttungen von insgesamt rund 0,785 € je Anteil:
- Dezember 2025: 0,0320 €
- März 2026: 0,0941 €
- Juni 2026: 0,6592 €
Wer beim damaligen Referenzkurs investiert gewesen wäre, hätte einschließlich dieser Ausschüttungen bis heute rechnerisch einen Bruttoertrag von ungefähr 9,6 % erzielt – vor Steuern und Handelskosten sowie ohne Wiederanlage der Ausschüttungen.
Unser tatsächlicher Ertrag betrug hingegen 0 %.
Nicht weil der ETF schlecht lief.
Sondern weil unser System keinen Einstieg zuließ.
📈 III. Die stille Macht des Vanguard Germany All Cap
Der "Vanguard Germany All Cap UCITS ETF" (https://www.vanguard.co.uk/professional/product/etf/equity/9688/germany-all-cap-ucits-etf-eur-distributing) mit der ISIN IE00BG143G97 und der WKN A2JF6S bleibt ein bemerkenswert günstiges Anlageinstrument.
Er investiert physisch in rund 146 deutsche Unternehmen und bildet große, mittlere und kleinere Gesellschaften ab.
Seine wichtigsten Merkmale:
- rund 146 deutsche Unternehmen
- vollständige physische Nachbildung
- quartalsweise Ausschüttungen
- laufende Kosten von nur 0,07 % pro Jahr
- Fondsvermögen von rund 258 Millionen Euro
- Auflegung am 17. Juli 2018
- Risikoklasse 6 von 7
„All Cap“ darf allerdings nicht mit einer gleichmäßigen Verteilung verwechselt werden.
Die größten Positionen waren zuletzt:
- Siemens: rund 11,4 %
- Allianz: rund 9,0 %
- SAP: rund 8,9 %
- Siemens Energy: rund 6,1 %
- Deutsche Telekom: rund 5,0 %
- Infineon: rund 4,4 %
- Münchener Rück: rund 3,7 %
- Deutsche Bank: rund 3,0 %
- DHL Group: rund 2,9 %
- Rheinmetall: rund 2,9 %
Die zehn größten Unternehmen stellen zusammen deutlich mehr als die Hälfte des Fondsvermögens.
Auch bei den Branchen ist eine klare Konzentration erkennbar:
- Industrie: rund 31 %
- Finanzunternehmen: rund 22 %
- Technologie: rund 15 %
Das ist kein defensiver Sicherheitsbaustein.
Es ist ein konzentriertes Investment in die deutsche Volkswirtschaft – mit allen Chancen und allen strukturellen Problemen des Landes.
🔍 IV. Der Prüfstein:
Die ursprüngliche Geschichte enthielt richtige Gedanken, aber auch zu große Versprechen.
1. Der ETF ist nicht automatisch inflationsgeschützt
Aktien verbriefen Eigentum an produktiven Unternehmen. Unternehmen können steigende Kosten teilweise über höhere Preise an ihre Kunden weitergeben.
Langfristig besteht deshalb eine vernünftige Chance, die Inflation zu übertreffen.
Kurz- und mittelfristig können Inflation, hohe Energiepreise, steigende Löhne, höhere Zinsen und schwache Exporte deutsche Unternehmen jedoch erheblich belasten.
Der ETF ist somit kein Inflationsschutzschild.
Er ist eine Beteiligung an Unternehmen, die versuchen müssen, schneller zu wachsen als ihre Kosten.
2. Eine Verdoppelung in sieben Jahren ist möglich – aber nicht planbar
Für eine Verdoppelung innerhalb von sieben Jahren wäre eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 10,4 % erforderlich.
Das kann gelingen.
Es kann aber ebenso gut zehn, zwölf oder noch mehr Jahre dauern.
Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt 6.000 € benötigt, darf nicht darauf vertrauen, dass aus 3.000 € automatisch 6.000 € werden.
3. Mehr als 10 % Jahresrendite sind kein seriöser Planwert
Eine langfristige Gesamtrendite von mehr als 10 % pro Jahr ist ein günstiges Szenario, kein Anspruch.
Für unsere Planung sollten wir vorsichtiger mit etwa 6 bis 8 % nominaler Jahresrendite rechnen.
Alles darüber ist willkommen.
Aber es darf weder fest eingeplant noch vorzeitig ausgegeben werden.
Die Hüterin blickt auf die alten Versprechen und sagt:
„Hoffnung darf Teil eines Plans sein. Aber sie darf niemals als Gewissheit verkauft werden.“
⚖️ V. Ist der ETF heute noch günstig?
Zum 30. Juni 2026 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Portfolios bei ungefähr 17,5. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis betrug rund 1,8.
Die Eigenkapitalrendite der enthaltenen Unternehmen lag bei etwa 13,4 %.
Das ist weder ein historisches Schnäppchen noch eine erkennbare Blase.
Der ETF ist gegenwärtig ordentlich bis durchschnittlich bewertet. Gleichzeitig befindet sich sein Kurs nahe dem bisherigen 52-Wochen-Hoch.
Das spricht gegen einen großen Sofortkauf.
Es spricht aber nicht dafür, weitere Jahre vollständig ohne Anteile zu bleiben.
Die Bewertung verlangt Maß – keine Untätigkeit.
📐 VI. Die neue Kunst der Abstauberlimits
Die wichtigste Erkenntnis der vergangenen zehn Monate lautet:
Geduld ist eine Stärke. Eine Strategie, die dauerhaft jeden Einstieg verhindert, ist jedoch keine Geduld mehr, sondern Starrheit.
Deshalb wird der Plan neu aufgebaut.
Als Grundlage dient weiterhin ein maximales Investitionsbudget von 3.500 €.
Die erhofften 6.000 € Marktwert bis 2032 bleiben ein mögliches Ergebnis – aber kein fest eingeplanter Anspruch.
Die neue Kaufstaffel
Kaufstufe| Kursziel| Gewichtung| Betrag
Basisposition jetzt| etwa 36,50 €| 10 %| 350 €
Erster Rücksetzer| 34,00 €| 10 %| 350 €
Normale Korrektur| 32,50 €| 15 %| 525 €
Altes Einstiegslimit| 30,60 €| 20 %| 700 €
Stärkerer Rückgang| 27,20 €| 20 %| 700 €
Bärenmarkt| 23,80 €| 15 %| 525 €
Schwere Krise| 20,40 €| 10 %| 350 €
Gesamt| | 100 %| 3.500 €
Damit verbinden wir zwei Prinzipien:
Wir sichern uns mit einer kleinen Basisposition die Teilnahme an der langfristigen Entwicklung.
Gleichzeitig bleiben 90 % des vorgesehenen Kapitals für bessere Kurse verfügbar.
Wir kaufen heute nicht groß, weil der ETF nahe seinem bisherigen Hoch steht.
Aber wir akzeptieren auch nicht länger das Risiko, im Jahr 2032 noch immer auf den perfekten Rückgang zu warten.
💰 VII. Die Dividendenpyramide – neu gerechnet
Die Ausschüttungsrendite des ETF liegt gegenwärtig grob im Bereich von 2,1 bis 2,2 %.
Bei einem späteren Marktwert von 6.000 € ergäbe das zunächst ungefähr:
- 2,1 % → 126 € brutto pro Jahr
- 2,5 % → 150 € brutto pro Jahr
- 3,0 % → 180 € brutto pro Jahr
- 3,5 % → 210 € brutto pro Jahr
Diese Beträge sind keine Zusagen.
Ausschüttungen können steigen, stagnieren oder gekürzt werden. Gerade bei einem Deutschland-ETF hängen sie stark von Industrie, Banken, Versicherungen und der allgemeinen Konjunktur ab.
Bis 2032 werden sämtliche Ausschüttungen wiederangelegt.
Erst später entscheiden wir, ob sie als Einkommen ausgezahlt oder weiterhin reinvestiert werden.
🔒 VIII. Der richtige Platz im Gesamtvermögen
Der Vanguard Germany All Cap ist kein Ersatz für einen Welt-ETF.
Er ist keine Anleihe.
Er ist kein Notgroschen.
Er ist ein Deutschland-Satellit.
Das ist für unser Depot besonders wichtig, weil bereits direkte deutsche Beteiligungen vorhanden sind – vor allem Allianz.
Jeder Kauf des ETF erhöht indirekt auch den bestehenden Allianz-Anteil. Bei einem Allianz-Gewicht von rund 9 % fließen von 1.000 investierten Euro ungefähr 90 € zusätzlich in Allianz.
Bei einem angestrebten Gesamtvermögen von mindestens 250.000 € im Jahr 2032 wären 6.000 € im Vanguard Germany All Cap ungefähr 2,4 % des Gesamtvermögens.
Diese Größenordnung wäre vertretbar.
Heute wäre eine sofortige Investition von 6.000 € dagegen zu groß und unnötig konzentriert.
Die Position darf wachsen.
Sie darf das Gesamtdepot aber nicht beherrschen.
🔄 IX. Was künftig geprüft wird
Viermal jährlich erfolgt ein kurzer Systemcheck:
- Fondsvolumen und Handelbarkeit
- Kostenquote
- Anzahl und Konzentration der Positionen
- Bewertung des Portfolios
- Ausschüttungsentwicklung
- strukturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft
- Überschneidungen mit vorhandenen Einzelaktien
- Abstand zu den hinterlegten Kauflimits
Die Limits werden nicht automatisch nach oben gezogen, nur weil der Markt steigt.
Sie werden nur verändert, wenn sich Bewertung, Ausschüttungen oder unsere gesamte Vermögensstruktur wesentlich ändern.
Die vorgeschlagene Basisposition ist die einmalige Korrektur eines Konstruktionsfehlers.
Sie ist kein Beginn hektischer Käufe.
🌉 X. Ein besseres Depot wie eine Brücke
Der ursprüngliche Plan wollte eine Brücke bauen, die Jahrzehnte übersteht.
Doch eine Brücke erfüllt ihren Zweck nur, wenn man sie tatsächlich betritt.
Zehn Monate lang standen wir am Ufer und warteten darauf, dass das Wasser exakt 10 % sinkt.
Es sank nur um 8,1 %.
Danach stieg es wieder.
Die Lehre daraus ist nicht, jedem steigenden Kurs hinterherzulaufen.
Die Lehre lautet:
Ein langfristiger Investor braucht einen Fuß im Markt und einen zweiten auf festem Boden.
Eine kleine Basisposition schafft Teilnahme.
Abstauberlimits schaffen Antifragilität.
Liquidität schafft Handlungsfähigkeit.
Klare Obergrenzen schützen vor Selbstüberschätzung.
💡 XI. Die Hüterin wacht
Die Hüterin beurteilt keine Börsenkurse.
Sie entscheidet nicht, ob 36,50 € günstig oder teuer sind.
Sie wacht darüber, dass der Denker seine Leser nicht mit großen Versprechen verführt. Dass Risiken nicht hinter poetischen Bildern verschwinden. Dass aus einer Hoffnung keine Gewissheit gemacht wird.
Sie betrachtet den alten Satz, der ETF werde jedem Sturm standhalten, und erinnert daran:
Auch ein Bambuswald kann beschädigt werden.
Auch Unternehmen können scheitern.
Auch ein breit gestreuter ETF kann zeitweise 30, 40 oder 50 % seines Wertes verlieren.
Das ist keine Schwäche der Strategie.
Aber es wäre unredlich, diese Möglichkeit zu verschweigen.
Die Hüterin sagt:
„Ein anständiger Investor spricht nicht nur über das, was er gewinnen kann. Er spricht ebenso klar über das, was er verlieren könnte.“
Der Denker nickt.
Denn zehn Monate später wissen wir mehr.
Der ETF hat seinen Zweck nicht verloren. Die deutsche Wirtschaft bleibt schwierig, zyklisch und voller Widersprüche.
Aber gerade deshalb ist der breite und kostengünstige Zugang interessanter als die Jagd nach einzelnen vermeintlichen Gewinnern.
Was sich geändert hat, ist nicht das Instrument.
Es ist unser Umgang damit.
🔚 Fazit: Heute handeln – aber nicht jagen
Wir würden heute eine kleine Basisposition von rund 350 € eröffnen.
Nicht weil der ETF gerade billig wäre.
Nicht weil morgen sicher weitere Kursgewinne folgen.
Sondern weil das Ziel ein langfristiger Bestand bis weit über 2032 hinaus ist – und eine reine Abstauberstrategie uns zehn Monate lang vollständig außerhalb des Marktes gehalten hat.
Die übrigen 3.150 € bleiben für wirkliche Rücksetzer reserviert.
So entsteht kein perfektes Portfolio.
Aber ein reales.
Eines, das bereits wächst und gleichzeitig auf Krisen vorbereitet bleibt.
Und während der Mekong den Abendhimmel spiegelt, bleibt ein nüchterner Gedanke zurück:
Geduld bedeutet nicht, niemals zu handeln.
Geduld bedeutet, klein zu beginnen – und groß vorbereitet zu sein.
🔗 Quellen und weiterführende Informationen
- "Offizielle Produktseite des Vanguard Germany All Cap UCITS ETF" (https://www.vanguard.co.uk/professional/product/etf/equity/9688/germany-all-cap-ucits-etf-eur-distributing)
- "Aktuelle und historische Xetra-Kurse bei Yahoo Finance" (https://finance.yahoo.com/quote/VGER.DE/)
- "ETF-Profil bei justETF" (https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00BG143G97)
- "Produktseite der Deutschen Börse" (https://live.deutsche-boerse.com/de/etf/vanguard-germany-all-cap-ucits-etf)
- "Der ursprüngliche Beitrag vom 19. Oktober 2025" (https://nakhon-phanom.blogspot.com/2025/10/ein-etf-fur-jahrzehnte.html)
Sonntag, 19. Oktober 2025
Ein ETF für Jahrzehnte
📰 Ein ETF für Jahrzehnte
Der Denker am Mekong über Kapital, Klarheit und den Mut zur Gelassenheit in einer multipolaren Welt
Ban Phaeng, Mekong – 19. Oktober 2025
Von einem Ort, an dem der Himmel weiter scheint und der Fluss uraltes Wissen flüstert, berichtet der Denker, was es wirklich heißt, ein Vermögen für Jahrzehnte zu bauen.
🧭 I. Ein Fluss, fünf Teller, ein Gedanke
Im Schatten eines Bambusdachs, die Füße im weichen Staub der Veranda, der Blick über das langsam ziehende Wasser Richtung Laos: fünf Persönlichkeiten, aus fünf Disziplinen, doch vereint durch eine Frage.
Wie baue ich ein Portfolio, das nicht nur mich überlebt, sondern mein Denken weiterträgt?
Ein Gericht aus fermentierten Bohnen, Papayasalat, gegrilltem Fisch. Kein Small Talk. Nur Langzeitstrategie. Die Hüterin reicht Tee, schweigt – aber ihr Schweigen trägt die Tiefe von Jahrhunderten.
Die Debatte beginnt – und sie ist sanft, klar, präzise.
📊 II. Der Kern: Nicht Performance, sondern Widerstandskraft
„Glaubt nicht den Kalendern des Marktes“, sagte eine Stimme – sie könnte aus Zürich stammen oder aus Palo Alto.
„Glaubt den Rhythmen der Weltwirtschaft, den Wellen der Geschichte.“
Und so entstand das Projekt VGER 2032. Keine ETF-Beimischung für eine Saison. Sondern eine Brücke durch Epochen um ein Baustein deines Ruhestandes zu sein.
Inmitten von geopolitischer Fragmentierung, fragiler Globalisierung und digitaler Ablenkung entschied sich der Denker: ein deutsches ETF. Nur einer. Nur dann kaufen, wenn andere zittern. Halten. Jahrzehnte lang.
Nicht aus Patriotismus. Sondern aus Logik. Denn in der Breite der deutschen Industrie liegt Stabilität, in ihrer Disziplin liegt Dividende.
📈 III. Die stille Macht des Vanguard Germany All Cap (IE00BG143G97)
- 147 Unternehmen – von Siemens bis Hornbach.
- Ausschüttende Dividenden, die in Euro fließen.
- 0,07 % Gebühren. Keine Show. Kein Marketing. Nur Substanz.
Die Führungspersönlichkeit aus Singapur – schweigend bis hier – lächelte:
„Ein ETF ist wie ein Bambuswald: wenn du ihn wachsen lässt, hält er jedem Sturm stand.“
📐 IV. Die Kunst der Abstauberlimits
Keine Monatspläne. Kein hektisches Sparen. Kein „Fear of Missing Out“.
Nur klare, kalte Staffelungen:
| Kursrückgang | Kursziel (€) | Gewichtung |
|---|---|---|
| –10 % | 30,60 | 10 % |
| –20 % | 27,20 | 15 % |
| –30 % | 23,80 | 20 % |
| –40 % | 20,40 | 25 % |
| –50 % | 17,00 | 30 % |
„Wenn der Markt blutet, gieße nach“, flüsterte der Denker.
„Nicht aus Gier. Aus Mathematik.“
🔒 V. Warum dieses Portfolio wirklich inflationsgeschützt ist
Nicht weil es das Papier behauptet. Sondern weil reale Firmen reale Güter verkaufen. Wenn Brot, Strom, Medizin und Züge teurer werden, steigen auch Gewinne, Dividenden – und dein Anteil daran.
Der Investor aus New York – der früher Billionen bewegte – sagte:
„Der Trick ist nicht, sich gegen Inflation zu wehren. Der Trick ist, sich mit ihr weiterzuentwickeln.“
💰 VI. Die Dividendenpyramide ab 2032
Zielkapital: 6 000 €
Kapitalbedarf: 3 000–3 500 €
Langzeitertrag: 100 % in 7 Jahren
Ab dann: jährlich passives Einkommen:
- 2,5 % → 150 €
- 2,7 % → 162 €
- 3,0 % → 180 €
- 3,5 % → 210 € ab ca. 2037
Wachsend. Still. Stark.
Wie das Boot, das jeden Abend vorüberzieht.
Und bezogen auf den tatsächlichen Kapitaleinsatz dass Doppelte in Prozent!
Gesamte Rendite inklusive Kursgewinne dann über 10% im Jahr.
🔄 VII. Pflege mit Augenmaß
Kein hektisches Rebalancing. Keine Quartalsberichte lesen wie die Nachrichten eines Verliebten.
Nur:
- Viermal pro Jahr Abstauberlimits aktualisieren
- Bei größeren Bewegungen neu bewerten
- Einmal jährlich tief durchatmen. Und nichts tun.
Die Führungspersönlichkeit aus Frankfurt, stiller Stratege, nickte:
„Die beste Handlung an der Börse ist oft: stillhalten.“
🌉 VIII. Ein Depot wie eine Brücke
Nicht sexy. Nicht aufregend. Kein Elon-Moment. Kein ChatGPT-Hype.
Sondern:
- Eigentum an echten Firmen
- Ausschüttungen in echten Euro
- Unabhängigkeit in echten Krisen
Und ein Platz in einem Leben, das mehr will als Zahlen: Ruhe. Klarheit. Zeit.
💡 IX. Die Hüterin flüstert: The One Thing
Die Hüterin – sie tritt nie in den Vordergrund – sagt:
„Die beste Investition ist jene, die dir Zeit zurückgibt. Nicht die, die Zeit frisst.“
🔚 Fazit: Diese Beimischung ist kein ETF-Projekt – es ist eine Lebensphilosophie
Wenn du aufhörst, jeden Tag den Markt zu lesen – und stattdessen lernst, dich selbst zu lesen –, beginnt das echte Investieren.
Und während der Mekong den Tag in goldene Stille hüllt, bleibt nur ein Gedanke übrig, der in der Luft liegt wie das Summen der Zikaden:
Ein Portfolio, das dich trägt – nicht umgekehrt.
Mittwoch, 1. Januar 2014
ATM in Thailand - so einen Service kann die deutsche Bankenwelt seinen Bürgern nicht bieten......
Montag, 1. Oktober 2012
Notizbuchhersteller: Moleskine will an die Börse
Montag, 24. September 2012
AMTLICHE STUDIE: Wie viel Geld braucht der Mensch zum Glück?
Wohl jeder hat schon mal von einem fetten Millionengewinn geträumt. Aber macht Geld auch glücklich? Eine amtliche US-Studie ergab: Ja, aber es kommt auf die Summe an. Zum Glücklichsein braucht man keine Millionen auf dem Konto. Die Wissenschaftler ermittelten vielmehr einen Idealwert von 60.000 Euro pro Jahr!
Wer monatlich 5.000 Euro zur Verfügung hat, fühlt sich meist wohl und ist zufrieden. Mehr Geld bringt nicht automatisch mehr Glück. Die Forscher erklären das damit, dass hohe Einkommen häufig mit mehr Verantwortung und vor allem größeren Abstrichen im Privatleben erkauft sind: Wer reich ist, muss sein Vermögen verwalten und zusammenhalten. Und das kann extrem stressig sein!
Dienstag, 10. Juli 2012
Die neue Finanzmacht Singapur
Samstag, 26. Mai 2012
Gegen die Macht der Märkte
Sonntag, 6. Mai 2012
Insider-Barometer: Manager kaufen Aktien von Telekom und Metro
Mittwoch, 14. März 2012
Investmentbanker packt aus: Abzocke bei Goldman Sachs
Es ist ein Schlag für die Investmentbranche: Der Banker Smith schrieb seine Kündigung quasi per Zeitungskommentar. In der "New York Times" beschrieb er Interna seines Arbeitgebers Goldman Sachs: Es gehe nur noch um Kunden-Abzocke. An der Wall Street kann sich Smith nicht mehr sehen lassen. [mehr]
Goldman Sachs: Gutes Quartal, schlechtes Jahr (18.01.2012)
US-Bericht: Politik und Banken für Finanzkrise verantwortlich (26.01.2011)
Die Chronologie der Krise
Audio: Banker wirft Goldman Sachs Abzocke vor
Mittwoch, 7. März 2012
Kolumne: Der Billionen-Skandal im Schuldensumpf der Eurozone
Die EZB hat inzwischen eine Billion Euro zum Schleuderpreis an die Banken verliehen - mit angeblicher segensreicher Wirkung. Doch die Aktion könnte für Deutschland teuer werden. Und das ohne jede parlamentarische Kontrolle. Das ist der eigentliche Skandal im Schuldensumpf der Eurozone, meint Klaus-Rainer Jackisch. [mehr]
Meldung bei mobil.tagesschau.de lesen
Dienstag, 6. März 2012
Öl: Professionelle Anleger kurzfristig zu bullish? Long/Short Ratio auf Rekordwert
Mittwoch, 22. Februar 2012
Der nächste Versuch, Griechenland zu retten. So funktioniert das Ganze
Realtime Kurse bei Google Finance: Jetzt auch für deutsche und englische Aktien verfügbar
Montag, 20. Februar 2012
Euro-Länder einigen sich auf Rettungspaket für Athen
Nach zwölf Verhandlungsstunden ist die Einigung da: Die Euro-Finanzminister stimmten dem zweiten milliardenschweren Rettungspaket für Griechenland zu. Das Kreditvolumen betrage 130 Milliarden Euro, bestätigte Eurogruppen-Chef Juncker. Private Gläubiger verzichten offenbar auf mehr Geld als zunächst geplant. [mehr]
Überblick: Griechenlands Sparerfolge
Griechenlands Kampf gegen die Staatspleite
Interview: Griechenland braucht langfristige Schuldenquote
Audio: Eurogruppe berät über Hilfspaket
Meldung bei mobil.tagesschau.de lesen
